Stiftertag 2013: Kulturförderung von Bürgern für Bürger

19.11.2013

Stiftertag der Kulturstiftung Trier am 5. November 2013

 

150 geladene Gäste ließen sich beim Stiftertag von der Förderarbeit der Kulturstiftung begeistern. Erfolgreiche Jahresbilanz: Über 30 Trierer Kulturprojekte konnten unterstützt werden, mehr als 60 Kinder erhielten Musikförderung über den KinderKulturFonds. Möglich ist diese Förderung durch die Spenden und Zustiftungen von Bürgern und großes ehrenamtliche Engagement.

Bei der Veranstaltung in der Staatlichen Weinbaudomäne bedankte sich Triers einzige Bürgerstiftung bei ihren Unterstützern und blickte auf bislang neun Jahre aktive Kulturförderung zurück. Sie reicht von der musikalischen Förderung, über Schul-, Kinder- Buch- und Theaterprojekte bis zu Ausstellungen und kulturellen Veranstaltungen. Einige der geförderten Künstler und Kindergruppen zeigten mit kurzen Live-Auftritten, wie vielfältig und genreübergreifend die Kulturprojekte sind. Stiftungsvorsitzender Harry Thiele und im Moderator-Duo Dieter Lintz und Hiltrud Zock führten Interviews mit Projektleitern und Stiftern.

Die Staatliche Weinbaudomäne, vertretend durch ADD-Präsidentin Dagmar Barzen und Betriebsleiterin Ingrid Steiner, bot mit ihrer stimmungsvoll ausgeleuchteten Produktionshalle den passenden Rahmen für die lebendige Präsentation der Stiftungsarbeit. Einige der Kulturprojekte  haben  überregionale und auch internationale Strahlkraft, wie z.B. die Karl-Marx-Installation von Ottmar Hörl oder das Kleinkunstfestival „ars ante porta“. Ebenfalls großen Zuspruch fand 2013 die integrative Produktion „Die Zauberflöte“ der Porta-Nigra-Schule in Kooperation mit dem Theater Trier, bei dem Theaterkünstler gemeinsam mit rund 80 Schülerinnen und Schülern die Mozart-Oper im Großen Haus des Theaters Trier aufführten.

Bei der Förderung komme allen Projekten die gleiche Bedeutung zu, so Triers Kultur- und Wirtschaftsdezernent Thomas Egger. Dies gelte auch für „kleinere“ Vorhaben, wie beispielsweise das Zirkusprojekt „Proscho“ der Grundschule St. Peter Ehrang.

 Die Kulturaktien, der KulturEuro, der KinderKulturFonds oder das Engagement der KulturEngel als Organisationshelfer sind in den vergangenen neun Jahren zu etablierten Instrumenten der Stiftung geworden.

„Kunst sammeln, Kultur fördern“. So sind die jährlichen Kulturaktien, inzwischen acht Editionen mit einer Auflage von je 250 Exemplaren, eine wichtige Säule der Stiftungsarbeit, durch deren Erlös insgesamt bereits fast 170.000 Euro in die Kulturförderung fließen konnte. Teilweise sind sie fast ausverkauft. Die Aktienmotive der handsignierten Edition in 2013 stammen von dem im Frühjahr verstorbenen Künstler Mario Diaz Suarez. Sie sind sein beeindruckendes Vermächtnis an die Stadt Trier, mit der sich der Mitbegründer der Europäischen Kunstakademie ein weiteres Mal in den Dienst der Kunstlandschaft seiner Wahlheimat stellte.

 Das Motiv „Bild in Bild“ der 100-Euro-Aktie ziert auch die Künstler-Weinedition 2012, eine Sonderabfüllung der Staatlichen Weinbaudomäne Trier.

Besonderer Dank ging an diesem Abend an die zahlreichen Unterstützer der Kulturstiftung Trier, durch deren Engagement die Stiftungsarbeit erst möglich wird. Dazu zählt u.a. die jährlich stattfindende Trierer Benefiz-Küchenparty, deren Gesamterlös der kulturellen Förderung zu Gute kommt ebenso, wie der Verkauf der Bücher „Inscriptiones Treverenses“ von Dr. Birgit Auernheimer und „Aus emm Leewen“, Mundartgeschichten von Josef Marx. Pro verkauften Exemplar fließt jeweils ein KulturEuro in die Kulturförderung. Inzwischen unverzichtbar geworden ist die ehrenamtliche Arbeit der insgesamt elf KulturEngel. In Form einer landesweit einzigartigen Förderinitiative unterstützen sie Trierer Kulturschaffende, stehen ihnen beratend in Fachfragen zur Seite und helfen bei der Umsetzung kreativer Projekte und Ideen.

Ohne Stifter keine Stiftung. Hohe Anerkennung wurde am Stiftertag den Unternehmen und Privatpersonen gezollt, die ab einer Zustiftung von 2.500 Euro zum KulturStifter geworden sind, und deren Zuwendung mit der bronzenen Stifterplatte Edition 2013, gestaltet durch den Künstler Christoph Anders, ausgezeichnet wurden. Stiftungsvorsitzender Harry Thiele bedankte sich für deren Zustiftungen bei Siegfried Pudritz und Herrmann Sperber, der bereits zum zweiten Mal als Kulturstifter aktiv ist.

Nur in der Gemeinschaft kann die Kulturlandschaft Triers mit ihrer Lebensqualität für die Zukunft bewahrt werden. So gilt der Aufruf der Kulturstiftung Trier allen, die ihre Stadt lieben und einen aktiven Beitrag für die Kulturförderung leisten möchten.