Bronze Stadtmodell für Trier

07.10.2009

Kulturstiftung Trier und Lions-Club Trier übergeben Schenkungsurkunde

Ein maßstabgetreues Bronze-Relief der Trierer Altstadt wollen die Kulturstiftung Trier und der Lions-Club Trier am Kornmarkt unterhalb der Zeder auf einem massiven Granitsockel aufstellen. Die Schenkungsurkunde überreichten Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink für den Vorstand der Kulturstiftung und Manfred May als amtierender Präsident des Lions-Clubs am Dienstag, 6. Oktober 2009, 16 Uhr Oberbürgermeister Klaus Jensen auf dem Kornmarkt. Ein naturgetreues “Modell des Modells” war am zukünftigen Standort kurzzeitig zu besichtigen.Der “Relief-Stadtplan”, den es in dieser Form schon in einigen deutschen und ausländischen Städten gibt, soll blinden – und natürlich auch sehenden – Trierern und Besuchern der Stadt einen greifbaren Eindruck von Straßen und Gebäuden vermitteln. Ergänzt durch Informationen in Blindenschrift können Sehbehinderte erstmals Kirchen, Bürgerhäuser, Straßen, Plätze und weitere bedeutende Monumente der verschiedenen Jahrhunderte ertasten und begreifen.

Damit ermöglichen beide Institutionen, Kulturstiftung und Lions Club, es vielen Menschen gemeinsam, sich zusätzliche Informationen über die Stadt mit ihren kulturell wertvollen Baudenkmälern zu verschaffen und eine Vorstellung über die Kulturstadt Trier zu gewinnen. Der Bildhauer Egbert Broerken aus dem westfälischen Welver, der bereits in München, Köln, Bayreuth und anderen deutschen Städten ähnliche Objekte gestaltet hat, wird das Kunstwerk im Frühjahr 2010 fertigstellen.

Der Lions-Club Trier hat das Relief als gemeinsames Geschenk an die Stadt Trier aus Anlass seines 50-jährigen Jubiläums am 17. Oktober auch deshalb ausgewählt, weil es als Zeichen für das zentrale Hilfsprogramm der internationalen Lions-Organisation steht: Mit der langjährigen Aktion “Sight First” hat die weltweite Lions-Familie Millionen Menschen in der dritten Welt das Augenlicht gerettet.

Ohne die Kooperation der beiden Institutionen Kulturstiftung Trier und Lions-Club Trier wäre die Finanzierung der Gesamtkosten in Höhe von 30.000 Euro, die hälftig aufgeteilt wurden, nicht möglich gewesen. Die Stadt Trier unterstützt das Projekt, indem sie den Aufstellungsort zur Verfügung stellt und die jährlichen Pflegekosten von rund 3.000 Euro übernimmt.