„Kultur ist Lebenswert“

05.10.2009

Kulturstiftung Trier zieht positive Zwischenbilanz und ehrt seine Förderer beim zweiten Stiftertag

Im Rahmen des zweiten Stiftertags in den Viehmarkthermen dankte die Kulturstiftung Trier am Mittwochabend Stiftern und Förderern. Zum fünfjährigen Bestehen der Bürgerstiftung zog der Stiftungsvorstand positive Bilanz über umgesetzte Projekte. Oberbürgermeister Klaus Jensen bedankte sich in seiner Eröffnungsrede zum Stiftertag als Vorsitzender des Stiftungsrates für das Engagement vieler Bürger und Unternehmen. Er bezeichnete die ehrenamtliche Mitarbeit als „Plädoyer für Gemeinsinn – für Werte einstehen und an der Zukunft unserer Gesellschaft mitwirken“. Vorstandsmitglied Ulrich Holkenbrink zog eine positive Zwischenbilanz über die erfolgreich realisierten Stiftungsprojekte. Es wurden bereits „über fünfzig Projektanträge Kulturschaffender bearbeitet, finanziell gefördert oder durch die KulturEngel begleitet“. „Kultur ist Lebenswert“, so Holkenbrink. „Sie erhöht den Wert unserer Stadt nachhaltig – den Wohnwert, den touristischen Wert, den Wert als Arbeitsmarkt“.

Neben musikalischen Darbietungen des Schulorchesters der Grundschule Trier-Ehrang, der Suzuki-Geigenschüler der Städtischen Musikschule und Auftritten von Startenor Thomas Kiessling, begleitet von Pianist Joachim Meyer-Ullmann, gab der Abend einen lebendigen Einblick in die Stiftungsarbeit und Projekte. Durch das kulturelle Abendprogramm führte Moderator Dieter Lintz.

Die Künstler Bernhard Maria Müller von der Treveris Handpresse (Edition 2006), Manfred Freitag (Edition 2007) und Bodo Korsig (Edition 2008) berichteten über den künstlerischen Entstehungsprozess der „Kulturaktie Trier“, durch deren Verkäufe das Stiftungskapital bisher um über 60.000 Euro erhöht werden konnte. Diese handsignierten und limitierten Kunstwerke erscheinen in Jahreseditionen und werden exklusiv von Ramboux-Preisträgern gestaltet. So entsteht mit der Zeit eine einzigartige Sammlung zeitgenössischer Kunst aus Trier. Einzelexemplare aller Editionen sind noch über die Kulturstiftung Trier erhältlich – die aktuelle Edition mit Motiven von Bodo Korsig kann in der bastelstube Leyendecker, im Atelier Boesner, in der Volksbank Trier (Herzogenbuscher Straße), in der Residenz am Zuckerbert (Frauenstraße) im Agenturhaus (An der Meerkatz) und bei Mayersche Interbook erstanden werden.

Die neue „wohnKULTUR Trier Edition 2009“ wurde präsentiert. Ines Segger mit ihren stimmungsvollen „Irrlichtern“, die Trierer Designerin Sandra Westphal mit Münzbeuteln, die einen Bezug zur römischen Geschichte der Stadt aufweisen, und Sylvia Bisplinghof mit ihrer außergewöhnlichen Schmuck-Kollektion wurden als neue Preisträger geehrt, und dürfen künftig das exklusive Signet der Kulturstiftung als Gütesiegel für das Kunsthandwerk tragen.

Die wohnKULTUR-Objekte werden u.a. im Kulturbüro, in der bastelstube Leyendecker und im Hotel Deutscher Hof ausgestellt und verkauft. Die Künstler spenden einen „Kultureuro“ des Verkaufserlöses an die Kulturstiftung Trier. Die Tourist-Information Trier fördert ebenfalls seit zwei Jahren die Kulturstiftung mit einem KulturEuro pro Karte der Führungsserie „Trier für Treverer“, ebenso wie die bastelstube und das Atelier Boesner bei jeder Rahmung einer Kulturaktie.

Pia Langer und Rudolf Hahn von der Musikschule der Stadt berichteten über den „KinderKulturFonds Trier“, ein Projekt zur musikalischen Förderung von Kindern aus sozial benachteiligtem Umfeld. Über 30 Jahresstipendien konnten seit 2007 bereits vergeben werden; ein Stipendium im Wert von 400 Euro ermöglicht einem Kind die Teilnahme am Musikunterricht der Städtischen Musikschule inkl. Leihinstrument. „Es tut uns manchmal im Herzen weh zu sehen, dass musisch interessierte und begabte Kinder aus finanziellen Gründen den Musikunterricht nicht besuchen können“, schilderte Pia Langer von der Musikschule Trier.

Ein weiteres Highlight des Stiftertages war die Präsentation des neuen „KINDERkulturKLAVIERS“, das von sechs Schülern des Humboldt-Gymnasiums, unter der künstlerischen Leitung von Christoph Napp-Zinn gestaltet wurde. Im Rahmen des Projekts KinderKulturFonds können sich Trierer Grundschulen mit einem guten Konzept zur musikalischen Förderung von Kindern um dieses Klavier bewerben. Georg Kern vom Musikhaus Reisser stiftete bereits das zweite Klavier für dieses Projekt.

Siegfried Pudritz und Hiltrud Zock informierten stellvertretend für die inzwischen neun „KulturEngel“ über dieses Projekt zur aktiven Förderung regionaler Kulturprojekte und Künstler. KulturEngel, das sind Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Marketing, die ihr Wissen, ihre Kontakte und ihre Arbeitskraft zur Realisation einsetzen und auf diese Weise einen nachhaltigen Beitrag für die Trierer Kultur leisten.

Den Abschluss des Stiftertages bildete die Ehrung der neuen „Kulturstifter“. Der Stiftungsvorstand verlieh den Kulturstiftern Karl A. Heinz (Volksbank eG) und Rudi Müller (Präsident der HWK Trier) eine Stifterplatte als Anerkennung für ihre Zustiftung.

Die 2005 von Bürgern gegründete Kulturstiftung Trier setzt sich für den Erhalt und die Pflege des über 2000jährigen kulturhistorischen Erbes der Stadt Trier ein. Zudem soll durch die Förderung von kulturellen Initiativen und Projekten die kulturelle Vielfalt in Trier erhalten und weiter ausgebaut werden.

Spendenkonten Kulturstiftung Trier

Volksbank Trier, BLZ: 585 601 03, Kto-Nr. 18 2000

Sparkasse Trier, BLZ: 585 501 30, Kto-Nr. 480 905