Kulturaktie Trier Edition 2014: Irmgard Weber

“Kunst verhält sich zur Schöpfung gleichnisartig” formulierte Paul Klee. In genau dieser Spannbreite von Natur und Kunst befindet sich der künstlerische Ansatz von Irmgard Weber. Sie schöpft in ihrer Malerei aus dem, was Sie als Kind an Gerüchen, Farben und Formen, an sinnlichen Erlebnissen und Geschichten gespeichert hat. Geprägt von diesen starken Naturerfahrungen nimmt die Künstlerin bis heute beim Waldgang, am Meer oder im Gebirge die Atmosphäre und die Düfte auf. Irmgard Weber kann und will das so von ihr Bestaunte nicht direkt wiedergeben. Vielmehr sucht Sie die Zwischenebenen, das Geheimnis, das nicht Benennbare, das Imaginäre. Im Fokus steht alles Naturhafte, Landschaft im weiten Sinne, Winde und Jahreszeiten, Kokons, Knospen und Keime und Grün in all seinen Facetten dient als Ausdruck von Natur, Wachstum und Frische. Zu Beginn ihrer künstlerischen Tätigkeit widmete sie sich der Landschaftsmalerei. Später hat sich die Arbeitsweise verändert: Es entstanden komprimierte Zeichen für Baum/Haus/Mensch/Tier. Irmgard Weber gelingt es, auf der metamorphorischen Ebene Naturprozesse sichtbar zu machen. Wie verhält sich der Mensch im Kontext mit der Natur, wie verhält sich Natur im Kontext zum Menschen?
Das Malen ist ihr Medium, ist Spiegel ihrer inneren Befindlichkeit.

Zitat: „Irmgard Webers Arbeiten veranschaulichen glaubhaft, wie sehr aus dem individuellen Tasten und Suchen nach gültigen Wahrheiten im Leben die Natur und der Mensch in ihrer Bedingtheit und ihrem Gefangensein auf einen weit größeren Kontext verweisen: Sie sind auf eindringliche Art malerische Reflexion als Vergewisserung über diese Ahnungen”. (Dr. Beate Reifenscheid, Ludwig-Museum, Koblenz)


Biografie
- 1988 Ramboux-Preis für Malerei der Stadt Trier
- 1994 deutsch-russischer Künstleraustausch mit Ausstellungen im Haus der Kunst, Podolsk
und in der Galerie Ostoschenko, Moskau
- 1995 Reisestipendium der August-Müller-Stiftung Rheinland-Pfalz
- 2009 Norwegenstipendium , Oslo und Misterdalen
- 2012 und 2013 Arbeitsaufenthalte in Island
- seit 1990 Dozententätigkeit in Rheinland-Pfalz, Saarland, Luxemburg, Frankreich und Spanien
- seit 2008 Arbeit mit Menschen mit ganzheitlicher Förderung

Zahlreiche Einzelausstellungen u.a. in Trier, Frankfurt am Main, Saarbrücken,
Luxemburg, Heidelberg, Schweinfurt, Wiesbaden, Düsseldorf, Berlin, Mainz,
Mannheim, Oslo und Maastricht
 

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